Breite Bündniskundgebung

„Kein Raum für rechte Hetze – Gegen den Neujahrsempfang der AfD!“

Am Freitag, 21. Februar veranstaltete die AfD ihren alljährlichen Neujahrsempfang im Reutlinger Spitalhof. Wir, das Bündnis Gemeinsam & Solidarisch gegen Rechts, dem inzwischen rund 20 antifaschistische Gruppierungen aus Reutlingen und Tübingen angehören, haben zu Protesten gegen das rechte Event aufgerufen. Knapp 40 weitere Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen der Region unterstützten den Bündnisaufruf namentlich. Vorausgegangen war diesem Protest ein offener Brief an die Stadt Reutlingen und die Gemeinderät*innen, in dem gefordert wurde der AfD keine Räume mehr zur Verfügung zu stellen. Denn die AfD ist die Partei der geistigen Brandstifter. Sie ist Wegbereiterin rechten Terrors, dem am 19. Februar in Hanau aus rassistischem Motiv 9 Menschen zum Opfer fielen. Dieser Partei darf keine Bühne geboten werden! Wir alle tragen Verantwortung, dass rechte Hetze sich nicht weiter verbreitet.

Dem Bündnis-Aufruf folgten knapp 1000 Personen auf den Reutlinger Marktplatz, wo sich in Redebeiträgen inhaltlich mit der AfD auseinandergesetzt wurde. 1000 Menschen sind ein starkes Zeichen gegen Rechts! Ganz nach unserem Motto Gemeinsam & Solidarisch haben wir Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedenen Alters und vieler fortschrittlicher Spektren im antifaschistischen Protest auf der Straße geeint.

Eröffnet wurde die Kundgebung mit einer Rede des Bündnisses, in der es heißt: „Wir werden die AfD bekämpfen! Unser Bündnis in Reutlingen kann erst der Anfang sein. Für diesen Kampf müssen wir gewappnet sein. Wir brauchen eine solidarische Basis und starke Bündnisse in allen Städten.“

Außerdem sprachen Vertreter*innen des DGB und der ver.di Jugend, des AK Flüchtlinge, des Offenen Treffen gegen Faschismus und Rassismus Tübingen und die Region, der MLPD, den Omas gegen Rechts und der VVN BdA Tübingen/Mössingen.

Der Tenor war in allen Reden der Selbe: Die Mehrheit der Bevölkerung hat von einer Rechtsentwicklung nichts zu erwarten! Die Antwort auf diese muss sein, sich zusammen zu schließen und zu organiseren! Untermalt wurden die Aussagen der Redner*innen durch Parolen wie „Es gibt kein Recht Nazipropaganda“, „Alle zusammen gegen den Faschismus“ oder „Staat und Nazis Hand in Hand – Organisiert den Widerstand!“

Den Aufruf zu Protesten nahm ein Großteil der Anwesenden nach Abschluss der Kundgebung zum Anlass sich an den Eingängen des Spitalhofs zu positionieren, um auch in Hör- und Sichtweite der AfD ein klares Zeichen gegen rechte Hetze zu setzen.

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