Das Bündnis „Gemeinsam und Solidarisch gegen Rechts Reutlingen und Tübingen“ zeigt sich besorgt über die wachsende Kriminalisierung antifaschistischer Arbeit im Bundesgebiet. Immer öfter gerät die antifaschistische Bewegung unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden. Gleichzeitig nehmen extrem rechte Bewegungen, auch im Umfeld der Querdenker*innenbewegungen neuen Schwung auf. Während Rassisten morden wie in Halle oder Hanau wird der gesellschaftliche Widerstand gegen den Rechtsruck polizeilich stark verfolgt. In fragwürdigen Indizienprozessen werden Antifaschist*innen zu langen Haftstrafen verurteilt oder der Besitz eines Hammers begründet bereits die Existenz einer terroristischen Vereinigung. Gerade in diesen Prozessen bleiben viele Tatvorwürfe strittig. Gleichzeitig sollen sie Antifaschist*innen in Deutschland in Angst versetzen und den Druck erhöhen.

Als Bündnis „Gemeinsam und Solidarisch gegen Rechts Reutlingen und Tübingen“ zeigen wir uns solidarisch mit der gesamten antifaschistischen Bewegung in Deutschland, denn wir begreifen uns als ein Teil dieser Bewegung. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass es ohne gesellschaftlichen Widerstand immer wieder zum Erstarken rechter und faschistischer Bewegungen kommen kann. Staatliche Organe, so gut oder schlecht sie gegen extrem rechte Bestrebungen vorgehen, bleiben leider kein Garant für ein friedliches Zusammenleben. Denn wie wir im Fall des NSU gesehen haben, legen sie leider häufig auch die Grundlage für faschistische Strukturen.

Das Bündnis „Gemeinsam und Solidarisch gegen Rechts Reutlingen und Tübingen“ erklärt sich daher solidarisch mit allen Antifaschist*innen in Deutschland. Wir lassen uns nicht spalten!

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